Die Entwicklung des Schlosses Börnicke ist einen weiteren Schritt vorangekommen. Nach der Präsentation des Projekts für die Landesregierung mit Staatssekretär Dietmar Schulz und Vertretern vieler Verbände, Verwaltungen und anderer Einrichtungen wird jetzt ein Grobkonzept erarbeitet, dass Grundlage für die Beantragung von Fördermitteln sein soll.
"Es war eine außerordentlich erfolgreiche Gesprächsrunde", hielt Uwe Hamann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss und Gutshof Börnicke fest. Als erstes größeres Projekt im Rahmen der Gesamtentwicklung soll in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Technikmuseum in Berlin Ausstellungsfläche für rund 200 historische Fahrzeuge geschaffen werden. Das Vorhaben steht unter dem Titel "Automobile Erlebniswelt".
Das Technikmuseum sei an diesem Projekt sehr interessiert, so Hamann. In seinem Besitz seien zahlreiche Fahrzeuge, die aufgrund fehlender Ausstellungsfläche in Berlin der Öffentlichkeit nicht gezeigt werden können.
Umgekehrt sei ein solches Projekt auch für den Barnim von großer Bedeutung. "Das Technikmuseum würde über diese Dauerausstellung im Berliner Umland natürlich informieren und unter seinen Besuchern aus aller Welt für den Ausflug in den Niederbarnim werben", sagt Hamann. Mit der S-BAhn sei es kein Problem bis nach Bernau zukommen. Von dort sei es auch nicht weit bis nach Börnicke. Vom S-Bahnhof zum Schlossgelände könnte ein Pendelverkehr eingerichtet werden, natürlich möglichst mit einem historischen Fahrzeug. Der Vorsitzende des Fördervereins hofft dabei auch auf die Unterstützung durch die Stadt Bernau.
Parallel zur Entwicklung der "Automobilen Erlebniswelt" stehen der Erhalt und die Sanierung des Schlosses selbst. Bereits durch mehrere ABM-Projekte sei viel für den Erhalt der Bausubstanz des Gebäudes getan worden. Durch eine Vergabe ABM sollen weitere dringend notwendige Arbeiten durchgeführt werden, um den Bestand dieses Zeugnisses der Architekturgeschichte zu schützen.
Zunächst wird der Projektentwickler genauere Unterlagen über die Baukosten, die Nutzungsart und die Nachnutzung zur Verfügung stellen. Dann soll in Zusammenarbeit mit dem Kreis Barnim und der Stadt Bernau die Förderung des Vorhabends geprüft werden. Erfreut zeigte sich Hamann über die Unterstützung, die das Amt für Wirtschaftsförderung des Landkreises und die neu gegründete WITO im Hinblick auf die Entwicklung des Gesamtvorhabens zeigen. Angestrebt wird auch eine Öffnung in Richtung Polen, beispielsweise um mit qualifizeirte Restauratoren aus dem Nachbarland zusammenzuarbeiten.
Bislang ist vorgesehen, im Erdgeschoss des Schlosses eine öffentliche Bibliothek und ein Musikzimmer einzurichten. Darüber soll Wohnraum entstehen.
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